Erasmus+ in der Berufsbildung: EuroComp 2050
Mach mehr aus deiner Ausbildung
Mit dem Programm Erasmus+ fördert die Europäische Union Auslandsaufenthalte von Auszubildenden. Dies soll das Zusammenwachsen Europas fördern und die europäischen Auszubildenden für zukünftige Aufgaben rüsten. Das Institut für Transformative Bildung gUG vergibt Fördergelder aus dem Programm Erasmus+ an Förderberechtigte aus dem gesamten Bundesgebiet und aus allen Berufssparten.
Das Programm Erasmus+ unterstützt Sie beim Absolvieren eines mehrwöchigen Praktikums in einem Partnerbetrieb in einem Zielland des Programms (s. u.). In dieser Zeit werden Sie wertvolle Erfahrungen machen und die Lebens- und Arbeitsweise in Ihrem Zielland kennenlernen. Viele ehemalige Teilnehmende berichten zudem, dass das Auslandspraktikum sie selbstbewusster und offener für Neues gemacht hat. Es ist außerdem eine gute Gelegenheit, um Kontakte ins europäische Ausland zu knüpfen, die für den weiteren Karriereverlauf nützlich sein können.
Was bringt mir ein Auslandspraktikum?
- Die Möglichkeit sich im Ausland zu bewähren und auf eigenen Beinen zu stehen,
- sich einer Herausforderung stellen und dabei viele neue Erfahrungen machen,
- Einblick in die Arbeitsorganisation und Mentalität in anderen EU-Ländern erhalten,
- sich etwas trauen und die Persönlichkeit weiterentwickeln,
- die Fremdsprachkenntnisse verbessern,
- Fachwissen vertiefen und Lernergebnisse im „Europass“ festhalten,
- Kontakte ins europäische Ausland knüpfen.
Was sollte beachtet werden?
- Der Auslandsaufenthalt muss frühzeitig geplant und mit allen Beteiligten (Ausbildungsbetrieb, Berufsschule, Praktikumsbetrieb) abgestimmt werden.
- Die Teilnahme an einem Mobilitätsprojekt ist unabhängig von den Berufsschulnoten.
- In den meisten Ländern kommt man mit Englisch gut zurecht. Grundkenntnisse in der Landessprache reichen in der Regel aus.
- Ein günstiger Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt ist das zweite Lehrjahr
Teilnahmevoraussetzungen prüfen: Wer kann teilnehmen?
- Auszubildende in der dualen Ausbildung nach BBiG oder HwO
- Schülerinnen und Schüler an „Beruflichen Schulen” gemäß Definitionskatalog der KMK
- Personen in der Berufsausbildungsvorbereitung
- Teilnehmende in formal geordneten beruflichen Weiterbildungen nach Bundes- oder Landesrecht
- Personen, die an non-formalen Bildungsangeboten teilnehmen
- Absolventinnen und Absolventen der förderfähigen Bildungsgänge bis zu einem Jahr nach Abschluss
Welche Länder sind möglich?
- EU-Mitgliedstaaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern
- Mit Erasmus+-assoziierte Drittländer: Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien, Türkei
- Sonstige Länder: Das Erasmus+-Programm hat für akkreditierte Einrichtungen in der Berufsbildung eine erweiterte internationale Dimension, in der man mit zahlreichen Drittländern Auslandsaufenthalte organisieren kann. Das Budget für die sogenannten internationalen Staaten ist auf 20 Prozent der bewilligten Vertragssumme einer jeweiligen Einrichtung limitiert.
Förderantrag stellen: Wie kann ich in das Programm aufgenommen werden?
Für die Teilnahme an unserem Poolprojekt (= bundesweites Programm) nehmen Sie einfach über die folgende E-Mail-Adresse Kontakt mit uns auf: itb@transformative-bildung.com
Die Aufnahme ins Programm ist an bestimmte Kriterien geknüpft. Die meisten von Ihnen werden keine Probleme damit haben diese zu erfüllen. Dennoch ist eine formale Bewerbung auf einen Platz erforderlich.
Für die Bewerbung benutzen Sie bitte unseren Bewerbungsbogen. Sie finden ihn und weitere wichtige Informationen zur Umsetzung des Programms im Downloadbereich unserer Website:
https://eurocomp2050.eu
Fügen Sie Ihrer Bewerbung ein Motivationsschreiben sowie auch Ihren Lebenslauf bei. Der Lebenslauf sollte eindeutige Angaben über die bereits von Ihnen erreichten beruflichen Kompetenzen enthalten.
Für Bewerbungen auf europäischer Ebene haben sich die sogenannten Europass-Lebensläufe etabliert. Hier sind die Fähigkeiten eines Bewerbers in einem einheitlichen Format aufbereitet und Lebensläufe können problemlos in 26 der europäischen Sprachen generiert werden. Eine Möglichkeit, um einen eigenen Europass-Lebenslauf im Internet zu erstellen finden Sie hier: https://europass.europa.eu/de/create-europass-cv
Ihre Aufgabe im Programm: Ich bin aufgenommen, wie geht es jetzt weiter?
In unserer Umsetzung des Programms Erasmus+ legen wir viel Wert auf die Selbstständigkeit unserer Teilnehmenden. Wir wissen aus Erfahrung, dass Sie persönlich den größten Nutzen aus dem Praktikum ziehen können, wenn sie sich um die wesentlichen Dinge selbst kümmern.
Ihre wichtigste Aufgabe für die Teilnahme am Programm ist deshalb das Finden einer Praktikumsstelle und einer Unterkunft. Diese Aufgabe ist nicht leicht, aber machbar. Selbstverständlich unterstützen wir sie dabei nach Kräften. Denken Sie aber daran rechtzeitig mit uns Kontakt aufzunehmen.
Sie sollten für das Praktikum mindestens 4 Wochen einplanen. Besser ist eine längere Dauer. Die Dauer des Aufenthalts muss mindestens 2 Wochen und kann bis zu maximal 12 Monate betragen. Wichtig ist außerdem, dass Sie sich mit dem Praktikumsbetrieb auf Lernziele einigen (Lernvereinbarung).
Sie müssen über ausreichende Sprachkenntnisse des Ziellandes bzw. der Kommunikationssprache des Partnerbetriebes verfügen. Eine Förderung für Sprachkurse kann nur erfolgen, wenn der Aufenthalt drei Wochen und mehr beträgt. Für viele Länder ist in diesem Fall ein Online-Sprachtest bzw. ein Sprachkurs obligatorisch. Für nicht gelistete Länder beträgt der Zuschuss max. 150 €.
Für die Dauer des Praktikums müssen Sie uns einen Nachweis erbringen, dass Sie folgende Versicherungen abgeschlossen haben:
- Auslandsreise-Krankenversicherung
- Private Unfallversicherung (inkl. Risiken im Ausland und betriebliche Risiken)
- Private Haftpflichtversicherung (inkl. Risiken im Ausland und betriebliche Risiken)
- Sie sollten auch eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung abschließen.
Fördergelder: Ich habe einen Partnerbetrieb und eine Unterkunft. Wie hoch wird die Förderung sein?
Die Höhe der Fördergelder richtet sich nach der Entfernung zum Zielbetrieb, der Dauer Ihres Aufenthaltes, sowie dem Zielland. Zuschüsse gibt es für Reisekosten und den Aufenthalt im Zielland. Bei besonders
langen Aufenthalten kann zudem auch ein Sprachkurs gefördert werden.
Die Fördersummen sind in der Regel ausreichend, um einen Großteil der Reise- und Aufenthaltskosten zu decken. Für ein vierwöchiges Praktikum (28 Tage einschl. Reisetage) in Spanien beträgt das Stipendium zum Beispiel 1.489,00 €. Zusätzlich werden 309,00 € Reisekosten ersetzt.
Die genaue Festsetzung der Fördersumme kann erst erfolgen, wenn Sie einen Partnerbetrieb gefunden haben. Wir ermitteln die Summe dann mit Hilfe eines EU-Tools und halten die ermittelte Summe in einem mit Ihnen geschlossenen Vertrag fest. Teil dieses Vertrages ist auch die mit dem Betrieb zu schließende Lernvereinbarung (siehe oben).
Vor Beginn Ihres Praktikums erhalten Sie einen Vorschuss der Fördersumme in Höhe von 80% des vertraglich vereinbarten Betrags. Die Restzahlung (20%) erfolgt erst nach Ihrer Rückreise und Abgabe der erforderlichen Originaldokumente (u.a. Teilnahmebestätigung des Partners im Ausland) und Erstellung des Abschlussberichtes.
Abschluss: Und nach dem Praktikum?
Wenn Sie Ihr hoffentlich gewinnbringendes Praktikum im Ausland absolviert haben, bestätigen wir Ihnen Ihre Lernergebnisse mit der Ausstellung eines Europass Mobilität. In diesem Pass werden Ihr Auslandsaufenthalt, die ausgeführten Tätigkeiten sowie die erworbenen Kompetenzen aufgeführt. Sie können Ihn bei zukünftigen Bewerbungen als Nachweis Ihres Auslandsaufenthaltes verwenden.
Interesse? Wir haben in einer Broschüre die wichtigsten Informationen zusammengefasst. Sie erhält auch alle Dokumente für ein Praktikum!